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News  Was sind Bernsteineinschlüsse?  030 54887801 | Mo. – Sa. von 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr——–

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Thu Mar 08 23-23-10

Bernstein enthält oft organische Einschlüsse wie Insekten, Arachniden, Arthropoden, kleine Amphibien, Pflanzenreste, Sandkörner und Gasblasen. Sie sind die Quelle des Wissens über die Zeit der Entstehung von Bernstein, die Tiere, die in der Nähe von Nadelbäumen lebten, und die Tiere, die in der Zeit des Harzverlustes aktiv waren. Die Inklusen machen Bernstein noch spezieller!

Bernstein ist eine Fundgrube für die paläontologische Forschung. Der durchsichtige Harzkörper hat mumifizierte Tiere als Einschlüsse aus der Zeit vor 40 Millionen Jahren konserviert. Das Harz diente als selektive Falle für Tiere, die im Wald lebten. Es waren vor allem kleine Tiere, die auf den harzabsondernden Bäumen oder in ihrer Nähe lebten, die in der klebrigen Entladung gefangen wurden.

Echte Fliegen (Diptera) sind die am häufigsten vorkommende Insektengruppe im Bernstein und machen über 70% aller Einschlüsse aus. Hymenopteren, darunter viele Ameisenarten und gelegentlich auch Bienen, sind die zweithäufigste Gruppe, auf die 10 % der Insekteneinschlüsse im Bernstein entfallen. Die dritthäufigste Gruppe sind die Käfer (Coleoptera), die überwiegend von Individuen aus Familien vertreten werden, deren Larven unter der Rinde oder in den Baum gegrabenen Kanälen leben. Andere Insekten, die im baltischen Bernstein vorkommen, sind Collembola (ca. 5%) und Homoptera (ca. 5%), die eine relativ große Anzahl von Aphidinea aufweisen. Diese Insekten lebten in Kolonien und ein einziges Stück Bernstein enthält oft einige oder mehrere Dutzend Exemplare.

Die im Baltischen Bernstein am häufigsten vorkommenden Spinnentiere sind Spinnen (Araneae) und Milben (Acarina). Einzelne Exemplare von Erntehelfern (Opilione) und falschen Skorpionen (Pseudoscorpionidae) wurden ebenfalls entdeckt, wobei letztere von besonderem Wert sind, da die einzigen uns bekannten Beispiele von Paleogenen Pseudocsorpionidae alle im Bernstein gefunden wurden. Myriapoden, die im Bernstein selten vorkommen, sind vor allem durch Tausendfüßler (Diplopoda), meist aus der Familie der Polyxenidae, und durch Tausendfüßler (Chilopoda) bekannt, während Symphyla nur von einzelnen Exemplaren bekannt sind.

Was wir über heutige Tiere wissen, insbesondere über ihr Verhalten, ihre Ökologie und ihre physiologischen Eigenschaften, kann genutzt werden, um ein besseres Verständnis der ausgestorbenen Fauna zu erlangen. Das gilt auch für tierische Einschlüsse im Bernstein – das meiste, was wir über sie wissen, basiert auf unserem Wissen über die heutige Fauna. Obwohl bis heute keine Art aus dem Bernsteinwald überlebt hat, hat sich in der Fauna des Bernsteinwaldes auf höheren taxonomischen Ebenen wenig verändert.

Gute Grundkenntnisse der heutigen Fauna reichen in der Regel aus, um eine Eingliederung in eine Familie zu identifizieren und zu klassifizieren.